Zu Pfingsten lockt wieder der Kaiserfrühling nach Quedlinburg, nunmehr zum 20. Male. Und mit Blick auf des Jahr 2019, die 1100jährige Wiederkehr der Wahl des ersten deutschen Königs zu Fritzlar, kommen zwei neue Stücke des Vereins Kaiserfrühling Quedlinburg zur Aufführung, die sich dem Wirken und Leben von König Heinrich I. widmen und die jeweils am Samstag und Sonntag zu sehen sein werden. Im ersten Stück geht es um das Vermächtnis von König Konrad sowie die Antragung der Königswürde an den Sachsenherzog. Zu Beginn des Jahres 919 trennten sich die Ostfranken wegen mangelnder militärischer Stärke vom Königtum und gaben es an die Sachsen weiter – ein in der Weltgeschichte einmaliger Vorgang. Und so wird der sterbende König Konrad zu erleben sein, der seinen Bruder Eberhard zum Finkenherd nach Quedlinburg schickt. Im zweiten Historienspiel, das zu Pfingsten aufgeführt wird, geht es um die Feier des Sieges über die Ungarn nach dem militärischen Zusammentreffen bei Riade im Jahre 933. Dabei geben die Königin Mathilde und ihre Zofen bei einem zünftigen Frauenschwatz in der Nähstube einen Einblick in die Zeit. König Heinrich wird in einem Disput mit seinem Sohn Otto darlegen, warum er nicht nach Rom gehen und um die Kaiserkrone ringen möchte. Die beiden Stücke, wie immer aus der Feder von Vereinsautor Hansgeorg Wagenknecht, sind historisch fundiert und fern aller Übertreibungen, mit denen man König Heinrich I. jahrzehntelang geschmückt hat.

Auf zwei Bühnen spielen die Musiker und Gaukler. Handwerker zeigen ihre Kunst und auch für mittelalterliche Speisen und Getränke wird reichlich gesorgt. Der Verein Kaiserfrühling wird es sich nicht nehmen lassen, die Gäste an allen drei Tagen mit einer Vorstellung der historischen Personen zu begrüßen. So gibt es auch jeden Tag einen Umzug vom Schlossberg zum Marktplatz, wo für das mittelalterliche Fest geworben wird. Sonntag und Montag gibt es zeitgleich zum Kaiserfrühling auf dem Quedlinburger Marktplatz einen Handwerkermarkt.

Es lohnt sich also, Pfingsten nach Quedlinburg zu kommen.